[VN 800-B3] Kühlwasserverlust aus dem Motor

  • Hallo,


    ich bin Jens aus Hamburg und fahre eine VN 800 Classic, welche ich mir 1999 als Erstbesitzer gekauft habe.
    Nebenher besitze ich zum basteln noch eine Harley. Die Kawa wurde über die Jahre Checkheft gepflegt und hat mich nie im Stich gelassen. Rund 40.000 Kilometer haben wir nun ohne jede Panne verbracht.


    Als ich heute in die Garage gekommen bin, habe ich das erste mal einen Schreck bekommen. Unter dem Motor war (bzw. ist) eine Lache von Kühlflüssigkeit. Fix unter's Motorrad geguckt - so wie es aussieht, kommt die Kühlflüssigkeit aus dem Loch rechts neben der Ablassschraube.
    Die Schraube selbst ist staubtrocken, während an dem Loch (was ist das überhaupt für ein Loch?) ein richtig fetter, grüner Tropfen hängt.


    Nun, ich hoffe meine erste Reparatur mit diesem Bike wird nicht gleich was Großes - hat jemand eine Idee, was da los ist?


    Hier ist ein Bild von jemandem, der sich die Ablassschraube abgerissen hat. Auf diesem Bild kann man sehr gut die Öffnung erkennen, von der ich spreche. Sie befindet sich auf dem Bild links neben dem Finger und der abgerissenen Schraube.


    Ich freue mich über jede Rückmeldung :)


    Gruß
    Jens

  • Kommt es wirklich aus dieser Öffnung oder hat sich dort das Kühlwasser vielleicht gesammelt und es schein nur so als ob es die Öffnung wäre.Hatte bei mir auch mal den Fall das ich dachte dort wo die Tropfen sind ist auch das Leck und dann war es wo ganz anders. Kurz ne SChelle festgezogen und alles wieder dicht.

  • Hallo Bomber,


    ja, die Kühlflüssigkeit kommt aus dieser Öffnung. Ich habe mir zwischenzeitlich mal das "Motorcycle Service Manual" von Kawasaki vorgekramt, welches ich mir vor ein paar Jahren mal aus den USA mitgebracht habe.
    Dort ist die Öffnung als "Drainage outlet passage" gekennzeichnet. Des Weiteren heißt es:

    Zitat

    If the mechanical seal is damaged, the coolant leaks through the seal and drains through the passage. Replace the mechanical seal with a new one.


    Im Service Manual ist auch der Austausch der Dichtung beschrieben. Soweit ich das auf den Bildern erkennen kann, ist das sowas wie ein Simmerring. Ich kenne das von Wasserpumpen am Auto - die haben in den 70er bis 90er Jahren auch oftmals eine Bohrung am Schaft gehabt, durch welche die Kühlflüssigkeit ausgetreten ist, wenn das Lager verschlissen war. Insofern frage ich mich, ob hier wirklich nur die Dichtung hinüber ist, oder ob es sich dabei nur um einen Folgeschaden handelt?
    Ich habe bisher konsequent an diesem Motorrad alles machen lassen. Nachdem ich allerdings extremst schlechte Erfahrungen mit Kawasaki Hoffmann (ein Händler, den ich keinesfalls weiterempfehlen kann) hier in Hamburg machen musste, habe ich beschlossen, künftig das was anfällt am Bike selbst zu machen. Soweit ich das sehe, ist der Austausch der Dichtung kein großer Akt. Wer hat's schon mal gemacht und kann Tipps geben?


    Gruß
    Jens

  • Moin,


    habe meine VN 800 auch bei Hoffmann gekauft. Zündkabel defekt und die Schrauben am Bremssattel waren nur handfest. Da kaufe ich auch nie wieder ........
    Bei deinem Problem kann ich die leider nicht weiterhelfen.


    Gruß aus der Südheide
    Norbert

    :Hannover


    Heute ist der erste Tag vom Rest meines Lebens :oh:
    Ich bin wie ich bin, die Einen kennen mich, die Anderen können mich :biker2

    VROC 25796

  • Der Austausch der mechanischen Dichtung ist keine Sache von 3min.
    Die Dichtung ist eingeklebt, das Entfernen der alten Dichtung muss äußerst penibel und vorsichtig erfolgen, man darf auf keinen Fall die Dichtfläche beschädigen.
    Und immer das Flügelrad mit tauschen, das hat auch eine Dichtfläche zur mechanischen Dichtung.

  • Hallo Frank,


    vielen Dank für die Rückmeldung.
    Wie schaut denn das mit dem Kugellager hinter der Dichtung aus? Ist die defekte Dichtung eventuell ein Folgeschaden, weil das Lager ausgeschlagen ist und wenn ja, kann man das tauschen oder muss dazu der Motor auseinander gerissen werden?


    Gruß
    Jens

  • Der Austauscher der Mechanischen dichtung wird nicht viel bringen.
    meist ist die Welle, Lager und Simmering verschlissen.
    Nach dem tausch der mechanischen Dichtung ist das Problem nur erstmal vertuscht, bis der grössere Schaden auftritt.

  • Das sind die Bestellnummern der benötigten Teile. Die Antwort auf deine Frage steht unmittelbar davor in Beitrag #7.
    Jens wird dir wahrscheinlich nicht antworten, da er hier schon vor geraumer Zeit und nur als Gast geschrieben hat. Den kennt hier keiner.

    ssas.gif


    Ich bin durchaus nicht zynisch, ich habe nur meine Erfahrungen,
    was allerdings ungefähr auf dasselbe hinauskommt.
    (Oscar Wilde)

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 Mal editiert, zuletzt von Aude ()

  • Hi,
    Ich dachte das helbing1 evt noch ein paar Bilder oder eine Anleitung mit eingestellt hatte. Hat evt einer eine Anleitung oder Beschreibung wie ich am besten vorgehe.
    Noch eine andere Frage, mit den Teilnummern, habt ihr eine Empfehlung wo ich die online bestellen kann, habe mit den Nummern nämlich nicht gefunden.


    VG

  • Der Motor muss zerlegt werden, das Motorgehäuse muss geteilt werden,
    du bekommst die Welle und die Lager sonst nicht raus.
    Wenn du den Seitendeckel abnimmst kannst du das Flügelrad abnehmen,
    die Schraube hat Linksgewinde.


    Ich kenne deine Schrauberfähigkeiten nicht.
    Wenn man das Gehäuse getrennt hat , gleich Ölpumpe und Antriebskette mit prüfen.

  • Vielen Dank für deine ganzen Infos, ich glaube das traue ich mir dann doch nicht zu den Motor komplett raus und auseinander zu nehmen. Hast du eine ungefähre Ahnung was das in einer Werkstatt kosten wird, bzw was das für ein Stundenaufwand in einer Werkstatt ist.

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